Anti Bias Forum Freiburg

Was ist Inklusion?

Aus Sicht des Anti-Bias-Ansatzes sind Inklusion und Diskriminierung zwei Seiten einer Medaille. Inklusion stellt ein Menschenrecht dar, das die Teilhabe aller Menschen, unabhängig von ihren äußeren oder inneren Merkmalen und Besonderheiten, vorsieht.

Inklusion betrachtet die individuellen Unterschiede von Menschen als Normalität und nimmt keine Unterteilung in Gruppen vor.

Inklusion betrifft alle Menschen, baut Diskriminierung ab, stellt Bildungsgerechtigkeit her und verändert persönliche und gesellschaftliche Machtpositionen.

Im Prozess der Inklusion geht es darum, Lebensweltrealitäten anzuerkennen, Unterschiede auszuhalten, Bewertungen zu reflektieren, inklusive Strukturen zu fördern sowie inklusive Praktiken aufzubauen.

Angebote

  • In Seminaren zum Thema Inklusion biete ich Auseinandersetzungen mit folgenden Themen an:
  • Behinderung – eine Auseinandersetzung mit nicht erfüllten Erwartungen?!
  • Behinderung: Vorstellungen, Konzepte und Ängste. Wer oder was ist normal?
  • Ausgrenzung und Diskriminierung in Kindertagesstätten und Schulen
  • Beschämung als exklusive Praxis
  • Was ist Inklusion? Inklusive Werte, Strukturen und Praktiken
  • Grundlagen des Index für Inklusion.
  • Inklusive Orgsanisationsentwicklung – wie werden wir inklusiv?
  • Ausgangslage, Ideen und Umsetzung inklusiver Strukturen in Ihrer Organisation.

 

Konfliktbearbeitung
Demokratiebildung und Kooperation

Ich biete Workshops, Fortbildungen, Seminare, Trainings und Beratungen zu den Themen Konfliktbearbeitung, Kooperation und Demokratiebildung an. Grundlage hierfür ist die Methode BETZAVTA, die ich mit Ansätzen aus der Anti-Bias-Arbeit verbinde.

Themen:

konstruktive Konfliktbearbeitung
Kooperation
demokratische und gerechte Entscheidungsfindung
Menschen- und Grundrechte
Minderheitenschutz

Was ist BETZAVTA?

Hinter dem Titel BETZAVTA verbirgt sich ein Übungsprogramm zur Demokratie- und Menschenrechtsentwicklung. In Israel entwickelt wurde das Programm Mitte der 1990er Jahre für die deutsche Bildungsarbeit adaptiert. Unter Anleitung begeben sich Teilnehmende in fiktive Situationen, die gruppenspezifische oder gesellschaftliche Konflikte widerspiegeln. Abgeleitet vom konkreten Handeln werden Bedürfnisse erkannt sowie Mechanismen gemeinsamer Entscheidungen und des Zusammenlebens entdeckt.

Ziel ist es für Konflikte und deren Ursache zu sensibilisieren sowie demokratische Entscheidungsprozesse und gewaltfreie Konfliktlösungen zu initiieren.

Grundannahmen:

Ausgangspunkt der Methode ist die Anerkennung des gleichen Rechts auf Freiheit für jeden Menschen. Dies basiert auf der Erfahrung, dass auf dieser Grundlage gelöste Konflikte die größte Chance auf dauerhafte Regelung haben.

Ziel(e):

Konfliktlösungskompetenzen erwerben
Förderung (basis-)demokratischer Einstellungen
Reflexion eigener Werte
Kompetenzerwerb für demokratische gewaltfreie Kommunikation
Auseinandersetzung mit sich widersprechenden Menschenrechten
Die konfliktinduzierende Methode bildet den Kern des Programmes. Sie dient der Erzeugung, Erfahrung und Verarbeitung von Wertekonflikten und Dilemma-Situationen. Durch die Erfahrung eigener Dilemmata soll die Empathiefähigkeit der Teilnehmenden und das Verständnis von scheinbar fremden Positionen und Haltungen gefördert werden. In den Seminaren entstehen beispielsweise dann innere Dilemmata bei den Teilnehmenden, wenn eigene Haltungen nicht mit Handlungen kongruent sind oder politische Haltungen nicht mit eigenen persönlichen Bedürfnissen übereinstimmen.

Geschichte

Das Programm Betzavta (dt.: Miteinander) wurde 1988 am Jerusalemer Adam Institute for Democracy and Peace entwickelt. Das Adam Institut in Jerusalem entwickelt und implementiert Programme zur Förderung von Demokratie-Lernen, Friedenspädagogik und Methoden der Konfliktbearbeitung. 1995 wurde das Konzept BETZAVTA vom Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P) an der Universität München mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung für die Anwendung in Deutschland adaptiert.